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Die erste Performance des Projekts „Spiritualität im KirchenRaum“ vom 1. und 3. Februar 2018 in der Kirche Felix und Regula 

Tanz ist Liturgie und kann vielleicht in einer Art etwas in uns berühren, das herkömmliche Liturgien bei vielen nicht mehr könnenTanz_Bericht 3

Der Tänzer Ilan äussert sich dazu. Er schätzte es, dass man die Bewegungen nicht haargenau nachmachen musste. In der Kirche gab es immer Freiraum für Initiative, Interpretation, Improvisation und Veränderungen. Während in einer "gewöhnlichen" Aufführung oder beim Tanzunterricht alles vorher durchgedacht wird und das Ziel perfekt ausgeführte Bewegungen in immer gleicher Weise sind. Die Musik in der Kirche gab das Gefühl, dass die Kirche irgendwie in Resonanz war. Als ob die Musik direkt vom Inneren der Kirche und nicht von den Lautsprechern kam. Die Kirche war nicht nur ein Block Beton, sondern auch etwas Einzigartiges, sogar Einschüchterndes. Ilan hat diese Erfahrung persönlich sehr genossen, und hat festgestellt, dass die Gruppe der Tänzer sehr viel Potential hat, wenn alle zusammen performen. Ilan bezeichnet sich als nicht religiös. Die Begriffe die er braucht - Freiraum, Veränderung, Resonanz Potential, zusammen – können sehr spirituell interpretiert werden.

Ich habe das Gefühl, dass viele der Performer und der Besucher*innen Erfahrungen gemacht haben, die an dieses spirituelle Potential rühren.

Herzlichen Dank an die Tänzer Francesco Morriello, Neil Höhner, Luka Ostrez, Andrea Landolfi, Ilan Bouquet, Sami Charfeddine, Tristan El Mouktafi, Alfonso Cuomo, Alex Ferro und ein spezieller Dank an die Choreografin Cathy Sharp.

Meinrad Furrer

Ausführlicher Bericht als PDF