Urbane Kirche

170913AKJ_Einweihung_5«Warum soll ein Gottesdienst nicht rocken?»

Kirche verjüngen! Das will Simon Brechbühler, der Leiter der neuen Animationsstelle für kirchliche Jugendarbeit in Zürich (AKJ). Sein Ziel: Gottesdienste für Jugendliche attraktiver machen - mit Live-Musik. Eine Kostprobe gab es gleich bei der Einweihung.

«Kirche? Was ist das?» Das sei eigentlich die häufigste Reaktion, die er von jungen Leuten bekomme, sagt Simon Brechbühler. Gerade mit Gottesdiensten könnten Jugendliche häufig wenig anfangen, sie würden als lang und langweilig empfunden, so der 31-jährige Sozialarbeiter.

Kirche soll anders tönen

Simon Brechbühler will das nicht hinnehmen. Dafür geht ihm Gott viel zu nahe: «Junge Leute haben durchaus einen Draht zu religiösen Themen, aber man muss sie in ihrer Sprache ansprechen». Genau das versucht der Leiter der Zürcher AKJ-Stelle: mit mobilen Gottesdiensten mit Live-Musik.

Balladen über Gott und die Welt

Musikalisch liegt da vieles drin: Schmachtendes über die Liebe und das Leben sowie Pop- oder Folksongs. Es darf aber ruhig auch mal rocken. Und die Texte können, müssen aber nicht christlich sein.

Eine Kostprobe, wie Kirche auch klingen kann, gab es am 13. September bei der Einweihung der neuen Stelle der katholischen Jugendseelsorge an der Zentralstrasse 156: Der Sänger und Gitarrist Emanuel Reiter spielte auf und traf mit seinen Songs den Nerv des Publikums.

Musik als Sprache des Herzens

Eine Idee, die Schule machen soll – auch in Gottesdiensten. Simon Brechbühler und Emanuel Reiter veranstalten speziell auf junge Leute zugeschnittene Gottesdienste: kurz und kurzweilig statt lang und langfädig. Und eben mit Live Musik.

Apropos: Kirchgemeinden und Pfarreien können die mobilen Gottesdienste der AKJ Zürich Stadt buchen: Infos direkt bei simon.brechbuehler@jugendseelsorge.ch.